Hausstaubmilben-Allergie – Schon gewusst?

Allergiker reagieren überempfindlich auf bestimmte in der Umwelt vorkommende Substanzen, die sog. Allergene. Für Hausstaubmilben-Allergiker ist die mikroskopisch kleine Hausstaubmilbe Ausgangspunkt für die Allergiesymptome. Sie ist ein harmloser, natürlicher Mitbewohner des Menschen, der überall in Wohnräumen angesiedelt ist. Als Hauptnahrungsquelle dienen der Hausstaubmilbe menschliche Hautschuppen. Federn stellen keine Nahrungsquelle für die Hausstaubmilbe dar. Für ihr Wachstum und zur Vermehrung benötigt die Hausstaubmilbe ein besonderes Mikroklima: hohe Luftfeuchtigkeit sowie Umgebungstemperaturen von etwa 25 °C.

Nicht die Milbe selbst, sondern die Allergene in deren Ausscheidungen führen zu den quälenden allergischen Symptomen – tränende Augen, Schnupfen, Husten und Atemnot –, welche die Lebensqualität von Allergikern erheblich beeinträchtigen können.

Die meisten Hausstaubmilben im Wohnbereich befinden sich in den Matratzen. Hautschuppen und Milben dringen leicht in das offenporige Gewebe der Matratze ein und werden mit dem Milbenallergen bei jeder Bewegung des Schlafenden aufgewirbelt. Hausstaubmilben-Allergikern wird daher dringend empfohlen, die Matratze komplett mit einer milbendichten Umhüllung (Encasing) zu versehen.

Auch in Polstermöbeln, Teppichen, Kuscheltieren sowie in der Raumluft (z.B. durch Aufwirbeln des Staubs beim Staubsaugen) können größere Mengen des Milbenallergens vorkommen.

Bettwaren mit einer Füllung aus Federn und Daunen spielen weder als Standort noch als Nahrungsquelle für Hausstaubmilben eine Rolle. (1)

  1. Jürgens, H. W., Abschlussbericht
    „Ökologische Untersuchungen zu Hausstaubmilben“, 1992

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